Jugendförderung, Accra
In den ärmeren Stadtteilen Accras gibt es kaum außerschulische Lernangebote für Kinder und Menschen mit Behinderung. Das neu gebaute Jugendzentrum ist daher ein sicherer Ort an dem diese Betreuung, Nachhilfe und medizinische Versorgung erhalten.
Projekthintergrund
Nima ist eine der ärmsten Stadtteile der ghanaischen Hauptstadt Accra. Die Menschen leben auf engsten Raum und es gibt es keine Anlaufstellen, wo Kinder und Jugendliche sich treffen können, Hausaufgaben machen und lernen können. Es gibt keine öffentlichen Spielplätze bzw. irgendeine Art von Kinder- und Jugendtreffs wo es Beratung zu wichtigen Themen wie sexualisierte Gewalt, häusliche Gewalt, Schwangerschaft, etc. gibt. Das Leben der Kinder und Jugendlichen findet deshalb zum Großteil auf der Straße statt. Aufgrund der Landflucht stranden immer mehr Kinder und Jugendliche als Straßenkinder in Nima und den angrenzenden Stadtteilen wie Mamobi und New Town. Sie leben und schlafen auf der Straße, sind Gewalt, sexuellen Übergriffen und Ausbeutung schutzlos ausgeliefert. Viele von ihnen enden in der Prostitution und/oder Drogensucht. Es mangelt zusätzlich an öffentlichen Schulen und Eltern können ihren Kindern keine Schulmaterialien kaufen. Manchmal besuchen die Kinder zumindest die Grundschule und müssen danach wieder abbrechen, da die weiterführenden Schulen noch mehr Geld kosten.
Zielgruppe
Die primäre Zielgruppe dieses Projekts sind Kinder und Jugendliche die keinen Zugang zu schulischer und außerschulischer Bildung haben. Hierzu zählen auch Straßenkinder, die dadurch vor Missbrauch und Gewalt geschützt werden. Aber das Projekt zielt auch darauf ab, Mädchen und Frauen zu erreichen und ihnen eine Anlaufstelle für Beratung und Schutz zu bieten. Eine weitere wichtige Zielgruppe sind Menschen mit Behinderungen, da diese in Ghana so gut wie kaum Förderung erhalten.
Projektziele
Das Jugendzentrum bietet den Kindern und Jugendlichen eine gut ausgestatte Lernumgebung, wo sie nicht nur Hausaufgaben machen können, sondern auch ihre Probleme besprechen können und wenn nötig medizinische Versorgung erhalten. Die verschiedenen Bildungsangebote, die sie dort erhalten, können im Alltag angewandt werden und führen zu einer höheren Sicherheit (z.B. im Bereich Erste-Hilfe, sexualisierte Gewalt, Schwangerschaftsberatung) Die Alphabetisierungskurse für Straßenkinder schaffen die Grundlage für jeden weiteren Bildungsweg und den Eintritt in ein selbstbestimmtes Arbeitsleben. Durch die Bereitstellung von Räumlichkeiten werde Möglichkeit für den Austausch der verschiedenen Teilnehmer:innen geboten und schaffen einen Raum für die vielen Jugendorganisationen, die es in Nima und Umgebung gibt, um sich am gesellschaftlichen Wandel zu beteiligen.
Was Ihre Unterstützung bringt
Ihre Spende trägt dazu bei, dass es in einem der ärmsten Stadtteile Accras einen Ort gibt, an dem Kindern und Jugendliche effektiv geholfen und unterstützt werden. Somit tragen Sie aktiv dazu bei, die Lebensbedingung für alle Menschen dort zu verbessern.